Presse - Integrative Musikschule Hannover - Linden

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In der "HAZ" (Hannoversche Allgemeine Zeitung) erschien am 27.02.2014 ein Artikel über die Integrative Musikschule Hannover Linden.


Ein Akkord für zwei Finger
In seiner "Integrativen Musikschule Hannover-Linden" führt Philipp Weiß seine Schüler spielerisch zu Gitarre und Klavier

LINDEN-NORD. Ob er den Zusatz „integrativ“ überhaupt in seinem Firmenlogo führen wollte, darüber hat Philipp Weiß länger nachgedacht. „Ich dachte eigentlich, das Musizieren mit Menschen mit Beeinträchtigung ist selbstverständlich“, sagt er. Doch jetzt hat Weiß sein Angebot doch „Integrative Musikschule Hannover-Linden“ genannt. „Die Menschen wollen offenbar ausdrücklich auf das integrative Angebot angesprochen werden“, hat der Musikschulleiter erfahren.

Seit 2011 gibt es die Musikschule am Kötnerholzweg in Linden-Nord, schnell waren viele Kurse fast voll. „Viele haben offenbar gezielt nach so einem Angebot gesucht“, sagt der 27-Jährige, der nebenbei noch sein Studium der Sonderpädagogik abschließt. „In Linden ist die Nachfrage nach gemischten Gruppen besonders groß, sei es altersübergreifend oder integrativ.“ Die Musik liegt Philipp Weiß schon seit der Kindheit am Herzen. „Mein Vater hat Musik gemacht, und ich habe schon als Jugendlicher stundenlang im Keller gesessen, Musik gespielt, Texte und Noten geschrieben und den Emotionen musikalisch freien Lauf gelassen.“ Gitarre spielt er, Klavier, Ukulele und vor allem leidenschaftlich Schlagzeug. Als er wegen des Studiums aus der Nähe von Köln nach Hannover an die Limmerstraße zog, konnte er sein Schlagzeug in der Mietwohnung allerdings nicht aufbauen. Zu laut. „Also habe ich lange gejobbt und gespart, bis ich mir ein Elektroschlagzeug kaufen konnte.“ Danach wiederum sei er pleite gewesen – und auf die Idee mit der Musikschule gekommen.

zeitung

„Musik sollte für jeden erreichbar sein, egal aus welchem sozialen Milieu, egal ob mit oder ohne gesundheitliche Beeinträchtigung“, meint Weiß. Gitarre und Schlagzeug unterrichtet er persönlich, die knapp 20 freien Mitarbeiter – viele Studenten der Musikhochschule am Emmichplatz, aber auch musikbegabte Sonderpädagogen sowie Heilerziehungspfleger und Kunsttherapeuten – unterstützen ihn beim Unterricht dieser Instrumente. Es gibt aber auch Kurse für Klavier, Gesang, Bass, Ukulele, Blockflöte und mehr. Vor allem Gitarre lasse sich sehr gut in Kleingruppen lehren, sagt Weiß. „In unseren Kursen sind Teilnehmer mit Down-Syndrom, Spastiken oder Autismus“, berichtet er. Bei den Lernfortschritten gebe es kaum Unterschiede. „Und dass manch ein Schüler die Akkorde bei der Gitarre eben nur mit zwei Fingern greifen kann, akzeptieren auch die Kleinsten schnell.“ Man müsse eben Geduld mitbringen – und Flexibilität.

Auch Erwachsene kommen regelmäßig in die drei Musikräume, die Weiß mit seinem Team „abhörsicher“ ausgestattet hat, wie er sagt. Einer dieser Schüler mit autistischen Zügen habe es eine Weile geschafft, in einer kleinen Band zu spielen und sogar zu singen. „Das war ein toller Erfolg“, schwärmt der Musikschulleiter.  

Das Spaß am Musizieren soll in der Integrativen Musikschule an erster Stelle stehen. Kinder und Erwachsene sollten die Faszination eines Instruments entdecken und begreifen, so dass sie ein Gefühl für ihr Lieblingsinstrument entwickeln könnten, sagt Weiß. Die Teilnehmer lernen zwar auch Noten, aber „erstes Ziel ist es, Musik zu machen“. Mit dem Schlagzeug lasse sich ein erster Rhythmus durchaus schon nach zehn Minuten spielen.

Instrumente sind in der Musikschule vor Ort vorhanden, für das Proben zu Hause können Gitarre oder E-Piano aber auch gemietet werden. Für das aktuelle Jahr hat Weiß bereits neue Pläne. „Ich möchte einen mobilen Musikunterricht anbieten und außerdem eine Art Förderverein gründen, durch den sozial schwächere Schüler finanziell aufgefangen werden können.“ Als reinen Kommerzbetrieb möchte er seine Einrichtung ohnehin nicht verstanden wissen. „Wir rechnen monatlich ab, wer rechtzeitig absagt, zahlt auch nicht.“ Außerdem finde der Unterricht auch in Ferienzeiten durchgehend statt. „Pausenzeiten mit Bezahlung gibt es nicht.“ Ein Gitarrenkurs mit maximal fünf Personen kostet 9,50 Euro pro Treffen, bei Einzelunterricht werden 19 Euro für eine Dreiviertelstunde fällig.

Zwei Dependancen hat Weiß mit seinem Konzept neben der Musikschule im Kötnerholzweg 33 bereits eröffnet: In der List wird in der Ferdinand-Wallbrecht-Straße 44 und in der Nordstadt seit November in der Kopernikusstraße?4 nach integrativem Konzept Musik gemacht. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter Telefon 655 82 703 oder per E-Mail an info@musikunterricht-linden.de sowie im Internet unter www.musikunterricht-linden.de.


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In der "HAZ" (Hannoversche Allgemeine Zeitung) erschien am 06.02.2014 ein Artikel über die Integrative Musikschule Hannover Nordstadt.


Ein Akkord für zwei Finger
Die Integrative Musikschule in der Nordstadt führt spielerisch zu Gitarre und Klavier. Gründer Philipp Weiß findet, Musik müsse für jeden Menschen erreichbar sein.


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Nordstadt. Ob er den Zusatz „integrativ“ überhaupt in seinem Firmenlogo führen wollte, darüber hat Philipp Weiß länger nachgedacht. „Ich dachte eigentlich, das Musizieren mit Menschen mit Beeinträchtigung ist selbstverständlich.“ Doch jetzt hat er seine Einrichtung doch „Integrative Musikschule Hannover-Nordstadt“ genannt. „Die Menschen wollen offenbar ausdrücklich auf das integrative Angebot angesprochen werden.“

Seit November gibt es die Musikschule an der Kopernikusstraße 4, Ecke Engelebosteler Damm in der Nordstadt, viele Kurse sind bereits gut gebucht. „Viele haben offenbar gezielt nach so einem Angebot gesucht“, sagt der 27-Jährige, der nebenbei noch sein Studium der Sonderpädagogik abschließt. Die Musik liegt Philipp Weiß schon seit der Kindheit schwer am Herzen. „Mein Vater hat Musik gemacht, und ich habe schon als Jugendlicher stundenlang im Keller gesessen, Musik gespielt, Texte und Noten geschrieben und den Emotionen musikalisch freien Lauf gelassen.“ Gitarre spielt er, Klavier, Ukulele und vor allem leidenschaftlich Schlagzeug. Als er wegen des Studiums aus der Nähe von Köln nach Hannover an die Limmerstraße zog, konnte er sein Schlagzeug in der Mietwohnung nicht aufbauen - zu laut. „Also habe ich lange gejobbt und gespart, bis ich mir ein Elektro-Schlagzeug kaufen konnte.“ Danach wiederum sei er pleite gewesen und auf die Idee mit der Musikschule gekommen.

„Musik sollte für jeden erreichbar sein, egal aus welchem sozialen Milieu, egal ob mit oder ohne gesundheitliche Beeinträchtigung.“ Gitarre und Schlagzeug unterrichtet er persönlich, die knapp 20 freien Mitarbeiter - viele Studenten der Musikhochschule am Emmichplatz, aber auch musikbegabte Sonderpädagogen sowie Heilerziehungspfleger und Kunsttherapeuten - unterstützen ihn bei diesen Instrumenten. Es gibt aber auch Unterricht in Klavier, Gesang, Bass, Ukulele, Blockflöte und mehr. Vor allem Gitarre lasse sich prima in Kleingruppen lehren, sagt Weiß. „In unseren Kursen sind Teilnehmer mit Down-Syndrom, Spastiken oder Autismus“, so Weiß. Bei den Lernfortschritten gebe es kaum Unterschiede. „Und dass manch ein Schüler die Akkorde bei der Gitarre eben nur mit zwei Fingern greifen kann, akzeptieren auch die Kleinsten schnell.“ Geduld müsse man mitbringen und Flexibilität.

Auch Erwachsene kommen regelmäßig in den Gewerbebau, den Weiß mit seinem Team im Keller „abhörsicher“ ausgestattet hat. Einer dieser Schüler mit autistischen Zügen habe es eine Zeit lang geschafft, in einer kleinen Band zu spielen, und sogar zu singen. „Das war ein toller Erfolg“, schwärmt der 27-jährige Musikschulleiter.

Der Spaß am Musizieren soll in der Integrativen Musikschule an erster Stelle stehen. Kinder, aber auch Erwachsene, sollen die Faszination eines Instrumentes entdecken und begreifen, so dass sie ein Gefühl für ihr Lieblingsinstrument entwickeln können, sagt Weiß. Die Teilnehmer lernen auch Noten, aber „erstes Ziel ist, Musik zu machen“. Mit dem Schlagzeug klappe ein Rhythmus durchaus schon nach zehn Minuten.

Instrumente sind natürlich vor Ort, für das Proben zu Hause können Gitarre oder E-Piano aber auch gemietet werden. Für das Jahr 2014 hat Philipp Weiß bereits Pläne. „Ich möchte einen mobilen Musikunterricht anbieten und außerdem eine Art Förderverein gründen, durch den sozial schwächere Schüler finanziell aufgefangen werden können.“ Als reinen Kommerzbetrieb möchte er seine Einrichtung ohnehin nicht verstanden wissen. „Wir rechnen monatlich ab, wer rechtzeitig absagt, zahlt auch nicht.“ Außerdem finde der Unterricht in den Ferienzeiten durchgehend statt, „Pausenzeiten mit Bezahlung gibt es nicht“. Ein Gitarrenkurs mit maximal fünf Personen kostet 9,50 pro Treffen, bei Einzelunterricht werden 19 Euro für eine Dreiviertelstunde fällig.

Zwei Dependancen hat Philipp Weiß mit seinem Konzept neben der Musikschule Nordstadt bereits eröffnet; an der Ferdinand-Wallbrecht-Straße 44 in der List sowie in Linden am Kötnerholzweg 33. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung in der Nordstadt gibt es unter Telefon 65 58 27 03 oder info@musikschule-norstadt.de sowie www.musikschule-nordstadt.de.


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